Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Altenkirchen wurde als "Evangelischer Gemeindedienst für Innere Mission" im Jahre 1959 gegründet.
Es ist zum Dienst der Liebe in der Nachfolge Jesu Christi in allen diakonischen Belangen innerhalb des Kirchenkreises beauftragt. Unbeschadet der Verantwortung der Kirchengemeinden hat es die diakonische Arbeit im Kirchenkreis anzuregen, zu beraten, zu koordinieren und zu fördern.
Das Diakonische Werk Altenkirchen nimmt auch die Aufgaben eines Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege wahr. Es ist Mitglied des als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege anerkannten Vereins Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. und damit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen.
Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Altenkirchen wird finanziert aus Mitteln des kreiskirchlichen Haushaltes sowie aus Zuschüssen, Kostenersatz für erbrachte Leistungen, Spenden und Sammlungen. Seine Dienste stehen allen Hilfebedürftigen ohne Rücksicht auf Abstammung, Nationalität und Glauben offen und sind in der Regel kostenfrei.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Diakonie |
Diakonie ist als Wohlfahrtsverband ein verlässlicher Partner freier und öffentlicher Leistungsträger. Wir arbeiten bedarfsgerecht, qualitätsbewusst und vernetzt. Zugleich ist Diakonie gelebte Kirche. Daher bemühen wir uns, Menschen so zu sehen, wie Gott sie gemeint hat. |
Menschenbild |
In der Diakonie nehmen wir Partei für die Würde des Menschen. Denn wir wissen, jeder Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen und hat daher seine unverlierbare Würde. |
Ziel |
Unsere Hilfe und Beratung gilt allen. Wir wollen Menschen helfen, ihre Fähigkeiten (weiter) zu entwickeln und fördern ihre Selbsthilfekräfte. "Hoffnungslose Fälle" gibt es für uns nicht. |
Fachlichkeit |
Als qualifizierte Fachkräfte sind uns interdisziplinäre Teamarbeit, Supervision und Fortbildung ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und Ehrenamtlichen. |
Leitung |
Die haupt- und ehrenamtliche Leitung akzeptiert die Mitarbeiterschaft und fördert ihre individuellen Fähigkeiten. Sie sorgt für Klarheit und Sicherheit, fördert Motivation, Fachlichkeit, Kooperation und Eigenverantwortung. |
Wirtschaftlichkeit |
In der Diakonie gehen wir sparsam und wirtschaftlich mit den uns zur Verfügung gestellten Geldern um. Arbeitsläufe organisieren wir so effektiv wie möglich. |
Transparenz |
Wir legen unsere Arbeit offen. Jahresberichte, Dokumentationen und Faltblätter können Sie bei uns abrufen. Daten von Ratsuchenden werden jedoch immer vertraulich behandelt. |
Parteilichkeit |
Über die direkte Beratung hinaus engagieren wir uns für die Verbesserung der Lebensbedingungen derjenigen Personen, deren Stimme in der Gesellschaft nicht genügend gehört wird. |
Dieses Leitbild wurde vom Kreisdiakonieausschuss verabschiedet und von der Kreissynode zur Kenntnis genommen. Stand: 11/2000
Das "Organigramm" des Diakonischen Werk Altenkirchen kann hier als Datei im "Portable Document Format" (PDF) heruntergeladen werden:
| ORGANIGRAMM.PDF | Organigramm der Diakonie Altenkirchen (PDF: 54 kB) |
Träger des Diakonischen Werkes ist der Kirchenkreis Altenkirchen, vertreten durch den Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises.
Das Diakonische Werk ist Teil der Evangelischen Kirche und damit Dienststelle einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Seine Satzung ist von der Kreissynode des Kirchenkreises Altenkirchen beschlossen worden und beruht auf der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland und weiteren Kirchengesetzen.
Die Führung der laufenden Geschäfte ist dem Leiter des Diakonischen Werkes Hubertus Eunicke, Pädagoge M.A., übertragen. Er führt die laufenden Geschäfte und ist in Delegation des Kreissynodalvorstandes Vorgesetzter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seine Stellvertreterin ist Ute Weber, Sozialarbeiterin und -pädagogin.
Die Geschäftsführung des Trägerverbundes Sucht in den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald wird auf Beschluss der hier zusammengeschlossenen Träger ebenfalls von Hubertus Eunicke wahrgenommen.
Dieser von der Kreissynode des Kirchenkreises gewählte Ausschuss berät und begleitet die diakonische Arbeit in den Kirchengemeinden, auf Kirchenkreisebene und im Diakonischen Werk. Er tritt mindestens 4 mal im Jahr zusammen und befasst sich mit Fragen des Verhältnisses der diakonischen Aktivitäten in den Kirchengemeinden zu den Arbeitsfeldern auf Kreisebene und mit der konzeptionellen Entwicklung einzelner Arbeitsfelder des Diakonischen Werkes.
Er tagt an wechselnden Orten, um sich über die vielfältigen diakonischen Aktivitäten vor Ort zu informieren. Vorsitzende des Ausschusses ist Frau Pfarrerin Silvia Schaake, Flammersfeld.
Bei der Kreissynode werden Synodalbeauftragungen vergeben für eine Reihe von kirchlichen Arbeitsfeldern. Die vollständige Liste finden Sie hier.
Unsere Arbeit ist in vielen Bereichen ohne ehrenamtliche Mitarbeit kaum denkbar. Sollten Sie sich von einem der Arbeitsfelder angesprochen fühlen oder neue Ideen haben, setzen Sie sich bitte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder dem Leiter des Diakonischen Werkes in Verbindung.
Die Jahresberichte des Diakonischen Werkes senden wir Ihnen bei Interesse gerne zu.
Sichtbares Zeichen der Diakonie ist das Kronenkreuz. Entwickelt wurde es von Professor Richard Böhland von der Kunstschule Berlin. Er hatte es 1925 für den Vorläufer des Diakonischen Werkes, für die "Innere Mission" entworfen. Wie kam es dazu? 1848 versammelten sich 500 Theologen und Laien in Wittenberg, um über die Gründung eines deutschen evangelischen Kirchenbundes zu beraten. Schon damals wurde die "Innere Mission" in den Aufgabenkatalog des geplanten Kirchenbundes aufgenommen. 1849 wurde dann ein Zentral-Ausschuß für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche eingesetzt. An erster Stelle der Aufgaben stand, dass die Arbeit der Inneren Mission bekannter werden muss. Denn, so heißt es in einem Rundschreiben: "Es gibt in unserem deutschen Vaterlande noch ganze Landstriche und ganze Schichten der Gesellschaft, für die der Gedanke der Inneren Mission ein toter ist, die den Namen derselben kaum gehört und die, wenn sie ihn gehört, nur die fremdartigsten Vorstellungen damit verbinden. In diesen Gegenden und diesen Volkskreisen muß es Licht werden."
Als 1923 das 75jährige Jubiläum gefeiert wurde, stellte der Zentral-Ausschuß fest, dass nach wie vor wenig bekannt ist über die weitverzweigte Arbeit der Inneren Mission. Es wurde deshalb 1924 die Einrichtung eines Propaganda-Dienstes" beschlossen, der "durch alle sich bietenden Mittel die Kenntnis des Gesamtwerkes der "Inneren Mission in breiteste Schichten hineintragen" sollte. Bald zeigte sich die Notwendigkeit, dass für das öffentliche Auftreten die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Einrichtungen der Inneren Mission durch ein äußeres Zeichen sichtbar werden sollte.
Der neu eingerichtete "Propagandadienst" begann deshalb sofort, Entwürfe für ein gemeinsames Zeichen zu sammeln. Das Zeichen sollte einfach, einprägsam und vielseitig verwendbar sein und in ihm sollte das Kreuz mit den Anfangsbuchstaben der "Inneren Mission", also dem "IM", in Verbindung gebracht werden. Aus über 200 Entwürfen wurde dann - nach heftigen und langen Diskussionen, der Entwurf von Professor Richard Böhland ausgewählt. Er war einer der damaligen Experten für angewandte Graphik und er hat seine Wurzeln im Süddeutschen Raum: er war ein Anhänger der "Ulmer Schule". 1925 wurden die Verbände gebeten, sich für den Gebrauch des Zeichens einzusetzen und es an jeder Anstalt und Einrichtung anzubringen. 1930 wurde es auch vom Internationalen Verband für Innere Mission und Diakonie übernommen. Damit war die Innere Mission einer der ersten kirchlichen Einrichtungen, die ein gemeinsames Erscheinungsbild geschaffen hat.
Erst wesentlich später wurde das Signet der "Inneren Mission" als
"Kronenkreuz" bezeichnet. 1957 wurde das "Diakonische Werk der
Evangelischen Kirche in Deutschland" gegründet. Es übernahm
dieses Signet als ihr eigenes Symbol. Das Kronenkreuz wird heute als
Zeichen der Ermutigung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in der Diakonie gesehen:
Das Kreuz als Hinweis auf Not und Tod. Die Krone als Zeichen der Hoffnung
und Auferstehung. Die Verbindung von Kreuz und Krone sollte die Zuversicht
befestigen, dass Not zu überwinden ist, weil Christus Not und Tod
überwunden hat.
(Text: Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V. - Öffentlichkeitsarbeit - Düsseldorf o.J.)