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Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Das Diakonische Werk in Altenkirchen beteiligt sich auch in diesem Jahr mit unterschiedlichen Aktionen und Kooperationspartnern an der bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien – diesmal unter dem Motto „Wir werden sichtbar!“

 

Unter dem Motto „Wir werden sichtbar!“ ruft die bundesweite Interessensvertretung NACOA vom 22.-28. Februar 2026 wieder zu Veranstaltungen im ganzen Land auf, um auf die Lage betroffener Kinder aufmerksam zu machen. Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf. Das sind insgesamt drei Millionen Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen erleben Vernachlässigung und Gewalt, leiden oft ein Leben lang unter diesen Erfahrungen. Hinzu kommen geschätzt etwa sechs Millionen Erwachsene, die in suchtbelasteten Familien groß geworden sind. Ihr Risiko, selbst eine Sucht oder andere psychische Krankheit zu entwickeln, ist um ein Vielfaches erhöht. Eine riesige Gruppe, die bis heute zu oft unsichtbar bleibt. Mit der COA-Aktionswoche 2026 wollen wir sie sichtbar machen und zeigen, wie wir ihnen und ihren Familien wirksam helfen können.

„Aus diesem Anlass haben wir uns in diesem Jahr gleich mehrere Aktionen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern überlegt, um auf das Thema aufmerksam zu machen“, sagt Miriam Ottweiler-Jaeger von der Fachstelle für Suchtprävention und für Kinder aus suchtbelasteten Familien im Diakonischen Werk in Altenkirchen.

 

Film mit Gespräch „Zoey“ am 23.02.26

Am Montag, den 23.02.2026 um 18:00 Uhr sind alle Interessierten zum Film „Zoey“ ins Mehrgenerationenhaus (MGH) Mittendrin in die Wilhelmstraße 10 in Altenkirchen eingeladen. Organisiert wird der Abend vom Mehrgenerationenhaus, der Fachstelle für Suchtprävention und der Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken in Altenkirchen. Der 40-minütige fiktionale Spielfilm vom Medienprojekt Wuppertal zeigt die Lebenswelt von Kindern in suchtbelasteten Familien. Die 14-jährige Zoey hat mit dem Rückfall ihres alkoholkranken Vaters zu kämpfen, der den Alltag des Teenagers ins Wanken bringt. Sie muss Verantwortung für ihren Vater, ihren achtjährigen Bruder und sich selbst übernehmen, was nicht ohne Folgen bleibt…

Im Anschluss an den Film möchten wir mit Betroffenen und Fachleuten ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung im MGH wird gebeten: telefonisch: 02681 950438 oder per Mail: info@mgh‐ak.de. Ansprechpartner: Hans Röhrig.

 

Elternabend „Das (be-)trifft uns nicht“ – Sucht in Familien verstehen, offen sprechen & unterstützen am 26.02.2026

Gemeinsam mit den Kita-Sozialarbeiterinnen in Altenkirchen, Monika Simon, Nadine Gäfgen und Beatrix Steinbach, und mit Unterstützung der Selbsthilfegruppe für Angehörige Suchtkranker sowie dem Projekt „Familienraum“ der Caritas Altenkirchen informieren wir Eltern aus den Kitas in Altenkirchen zu den Themen: wie betrifft eine Suchterkrankung das soziale Umfeld und alle Mitglieder in der Familie oder im Freundeskreis? Wie kann ich Menschen in meinem Umfeld unterstützen? Wie schützen wir Kinder und welche Auswirkungen hat eine Sucht auf ihre Entwicklung? Was kann ich tun und wo bekomme ich selber Hilfe? Die Eltern aus den Kitas in Altenkirchen werden hierzu zeitnah über die Kitas eingeladen und informiert.

 

Infomaterial und Überraschung für Kita-Familien kreisweit

Darüber hinaus werden in einer kreisweiten Aktion in Kooperation mit dem Netzwerk Kindeswohl und Frühe Hilfen der Kreisverwaltung Altenkirchen und den Kindertagesstätten mehr als 1200 Familien über die Kitas Informationsmaterial und eine kleine Überraschung erhalten.

 

 

„Die Aktionswoche möchten wir außerdem nutzen, um auf die Unterstützungsangebote vor Ort hinzuweisen, die wir schon haben“, sagt Miriam Ottweiler-Jaeger vom Diakonischen Werk in Altenkirchen. „Eine Besonderheit vor Ort ist die Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken, die sich zweiwöchentlich im Haus Felsenkeller trifft und das schon seit vielen Jahren. Der Einsatz für das Thema durch die Mitglieder der Gruppe ist beachtlich und ich möchte mich bei ihnen ganz besonders für die tatkräftige Unterstützung bedanken. Wir freuen uns sehr, dass wir – mit finanzieller Unterstützung durch das Netzwerk Kindeswohl und Frühe Hilfen der Kreisverwaltung – weiterhin die Kindergruppe Saustark in Altenkirchen anbieten können, die sich 14-tägig trifft und Kinder im Grundschulalter unterstützt, die in ihren Familien Sucht oder andere Belastungen erleben. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Kindeswohl und Frühe Hilfen bieten wir regelmäßige Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zum Thema ‚Unterstützung für Kinder aus suchtbelasteten Familien in der pädagogischen Praxis‘ in Kitas und Schulen an. Eine Gruppe für erwachsene Kinder aus Suchtfamilien trifft sich bei uns im Haus einmal monatlich. Auch Einzelberatungen für betroffene Angehörige aller Generationen sind in der Fachstelle für Suchtprävention im Diakonischen Werk möglich“, so die Diplom-Pädagogin. Weitere Informationen zu allen Angeboten erhalten Sie beim Diakonischen Werk Altenkirchen, Frau Miriam Ottweiler-Jaeger, Telefon: 02681-800846, E-Mail: miriam.jaeger@diakonie-altenkirchen.de, Homepage: www.diakonie-altenkichen.de.

 

Infos zur Aktionswoche: https://coa‐aktionswoche.de/