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Autor: Gabriele Uhr

„Zwischen zwei Welten“ Theaterprojekt über Menschen, Träume und Zusammenhalt

Ein Theaterstück – „Zwischen zwei Welten“

Ein Projekt von Aktion Neue Nachbarn, des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V. in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Altenkirchen und des Jugend-/Kulturbüro Haus Felsenkeller e.V. sowie mit Ossama Al Shoora als Theatertrainer und Regisseur des Theaterstücks.

Das Stück erzählt einfühlsam und mit Humor von Hoffnung, Neuanfang und dem Leben zwischen zwei Kulturen. Dabei nimmt es das Publikum mit auf eine bewegende Reise voller persönlicher Erlebnisse, überraschender Begegnungen und besonderer Momente, die zum Nachdenken, Schmunzeln und Mitfühlen einladen.

Nicht politische Debatten, sondern die Menschen und ihre persönlichen Geschichten stehen im Fokus. Freuen Sie sich auf einen bewegenden Theaterabend voller Emotionen, Musik und berührender Begegnungen.

Ihre Anwesenheit bedeutet den jungen Darstellerinnen und Darstellern viel. Mit Ihrem Besuch schenken Sie ihnen Wertschätzung, Ermutigung und das Gefühl, dass ihre Geschichten gehört werden.

Wir freuen uns darauf, Sie bei diesem besonderen Theaterabend begrüßen zu dürfen!

Wann?

Freitag, 30. Oktober 2026

Beginn: 19 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr

Wo?
KulturSalon Stadthalle
Quengelstraße 7
57610 Altenkirchen

Eintrittspreise:

  • Regulärer Preis: 12 €
  • Ermäßigter Preis: 8 € (für Schüler*innen, Menschen mit Flüchtlingshintergrund)
  • Förder-Ticket: 20 € oder mehr (für Unterstützer die freiwillig mehr zahlen möchten)Ticketreservierungen sind vorab möglich bei 

Stephanie Neuhaus unter 01705553683 / stephanie.neuhaus@caritas-rheinsieg.de

Eileen Räder unter eileen.raeder@diakonie-altenkirchen.de / 02681 8008 20

Fachtagsreihe „Querness, Pädagogik und Gesundheit“

Die Fachtagreihe „Queerness, Pädagogik und
Gesundheit“ startet am 23.09.2026

Zwölf Abende für pädagogische Fachkräfte.

Das Netzwerk LSBT*IQ+ im Kreis Altenkirchen lädt gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Altenkirchen zu einer zwölfteiligen Online-Fachtagreihe unter dem Titel „Queerness, Pädagogik und Gesundheit – Verstehen, Erkennen, Handeln“ ein. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Fachkräfte aus Bildung, Beratung, Jugendhilfe, Sozialer Arbeit und weiteren pädagogischen Arbeitsfeldern. Darüber hinaus sind alle interessierten Menschen eingeladen, die sich mit den
Themen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe auseinandersetzen möchten. Die Reihe wird durch die Evangelische Erwachsenenbildung (EEB)
gefördert.

Von September 2026 bis April 2027 werden in insgesamt neun Online-Veranstaltungen unterschiedliche Aspekte queerer Lebenswelten aus einer ganzheitlichen gesundheitlichen Perspektive beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen Fragen des körperlichen, psychischen und sozialen
Wohlbefindens, der Lebensqualität, der Teilhabe sowie der Unterstützung und Begleitung queerer Menschen. Thematisiert werden unter anderem queere Lebensrealitäten im ländlichen Raum,
psychische Gesundheit, Beratungsangebote, Trans*Gesundheit, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Zugangswege zu Hilfesystemen. Auch die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen wird als ein Baustein innerhalb des breiteren
Gesundheitsverständnisses behandelt. Die Veranstaltungen bieten neben Fachvorträgen ausreichend Raum für Austausch und Diskussion.

Die Reihe folgt dem Dreischritt „Verstehen – Erkennen – Handeln“. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Herausforderungen sichtbar zu machen und Teilnehmende dabei zu unterstützen, Handlungssicherheit im beruflichen und persönlichen Umfeld zu gewinnen. Ein besonderer Fokus
liegt auf den Lebenswirklichkeiten queerer Menschen im ländlichen Raum und den Möglichkeiten, unterstützende und diskriminierungssensible Strukturen vor Ort zu stärken.
Das Netzwerk LSBT*IQ+ im Kreis Altenkirchen wurde im Jahr 2020 auf Initiative von drei Institutionen gegründet. Hintergrund war die Erkenntnis, dass es insbesondere im ländlichen Raum nur wenige Anlaufstellen für Menschen gibt, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Ausgrenzung, Diskriminierung oder Mobbing erfahren. Das Netzwerk
bietet jungen Menschen und ihren Angehörigen niedrigschwellige, anonyme und individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote. Darüber hinaus fördert es mit Fachtagen,Kulturveranstaltungen und Informationsangeboten den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen
Diskurs zu Fragen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. In den vergangenen Jahren ist das Netzwerk kontinuierlich gewachsen und hat zahlreiche Unterstützerinnen, Unterstützer und Netzwerkpartner hinzugewonnen. Damit hat sich das Netzwerk zu einer wichtigen Anlauf- und Vernetzungsstelle für queere Menschen und ihre Angehörigen im Kreis Altenkirchen entwickelt.

Mit der Fachtagreihe möchten die Veranstalter Fachkräften und Interessierten fundiertes Wissen vermitteln, den Austausch fördern und dazu beitragen, queere Lebensrealitäten im ländlichen Raum sichtbarer zu machen.

Die Teilnahme an der Online-Reihe ist nach vorheriger Anmeldung möglich. Interessierte können sich über das Mehrgenerationenhaus Mittendrin Altenkirchen anmelden. Weitere Informationen
zum Programm und zu den einzelnen Veranstaltungsterminen werden rechtzeitig veröffentlicht.

Anmeldung und Informationen:
Mehrgenerationenhaus Mittendrin Altenkirchen
www.mgh-ak.de

Veranstalte:

Netzwerk LSBT*IQ+ im Kreis Altenkirchen und Diakonisches Werk Altenkirchen, Ev. Jugendhilfe Friedenshort, HIBA e.V. Wissen, Hochschule Fresenius onlineplus, KOMPA, neue arbeit e.V., pro familia Hachenburg und QueerNet RLP.

Förderung:  Evangelische Erwachsenenbildung (EEB) Fachtagreihe

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Armut bei uns? Das gibt´s doch nicht!

Vortrag und Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Donnerstag, 24. September 2026 | 18:00 Uhr
Stadthalle Altenkirchen | Quengelstraße 7 | 57610 Altenkirchen

Armut ist auch bei uns Realität – oft weniger sichtbar, aber mit weitreichenden Folgen für die betroffenen Menschen und unsere Gesellschaft.

Wie zeigt sich Armut vor Ort? Wer ist besonders betroffen? Und was können wir gemeinsam verändern?

Diesen Fragen möchten wir bei einer besonderen Veranstaltung mit dem renommierten Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge nachgehen und laden Sie herzlich dazu ein.

Nach seinem einführenden Vortrag diskutieren Fachleute aus Wohlfahrtsverbänden, Verwaltung und Gewerkschaften unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis. Anschließend sind auch die Teilnehmenden gefragt: Gemeinsam möchten wir Ideen sammeln und konkrete Ansatzpunkte für ein weiteres Handeln vor Ort entwickeln.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Caritasverbandes Rhein-Sieg e. V., des Diakonischen Werks Altenkirchen, des DGB und der VHS, mit freundlicher Unterstützung der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld sowie des Katholischen Bildungswerks in der Region Rheinland-Pfalz.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind und sich mit uns der Frage widmen, was wir Armut und sozialer Ausgrenzung vor Ort entgegensetzen können.

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Online – Terminbuchung

Online-Terminbuchung

Für einige unseren Arbeitsbereiche wie

EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
ASB Allgemeine Soziale Beratung
Jugendmigrationsdienst
Kurz- und Infoberatung der Schuldner- und Insolvenzberatung im Teehaus Hamm

sind Terminbuchungen online möglich

Reservieren Sie sich  einen Beratungstermin. Wählen Sie den Ort, Beratungsangebot, Mitarbeiter, Tag, und Uhrzeit. Nur an den weiß unterlegten Tagen, finden Beratungstermine statt. Ist der Tag rot unterlegt sind bereits alle Termine vergeben.
Nach der Reservierung erhalten Sie eine Terminbestätigung per Mail zugesandt. 

hier geht es zur Online Terminbuchung.

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Seenotrettung im Mittelmeer Film und Gespräch

Seenotrettung im Mittelmeer –
Film und Gespräch

am 13.03.2026 um 18.30 Uhr in der Wied-Scala, Südstraße 1, 57638 Neitersen
Der Eintritt ist kostenlos

NEITERSEN. Die Dokumentation „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ zeigt die Situation an den europäischen Außengrenzen, begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mit-telmeer, schildert die katastrophale humanitäre Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz riskanter Umstände ihren Weg nach Deutschland gefunden haben.
Die Filmemacher nehmen ziviles Engagement ebenso deutlich in den Blick wie die zunehmende euro-päische Abschottungspolitik. Sie fordern dazu auf, die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte in Frage zu stellen.
Nach der Vorführung dieses aufrüttelnden Films steht Kai Echelmeyer, Sea-Eye*-Mitglied aus Köln, für ein Gespräch über die derzeitige Grenzpolitik und den Wandel zu Abschottung und Abschreckung zur Verfügung.
Die Teilnahme ist kostenlos; stattdessen wird am Eingang um eine Spende zugunsten der Hilfsorganisation Sea-Eye gebeten
Veranstalter sind der Caritasverband Rhein-Sieg e.V. und die Aktion Neue Nachbarn in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werk Altenkirchen sowie das Psychosoziale Zentrum für traumatisierte Geflüchtete (PSZ) mit dem Projekt IStA (Identifizierung, Stabilisierung traumatisierter Asylsuchender (IStA)

*Sea-Eye ist eine deutsche Hilfsorganisation zur Rettung von in Seenot geratenen, meist geflüchteten Menschen im Mittelmeer.

 

 

Hilfe für Schwangere in Not – 2. Netzwerktreffen vertrauliche Geburt im Kreis Altenkirchen

Vor 10 Jahren, am 01.05.2014, trat der Abschnitt 6 des Gesetzes „zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten“ (SchKG) in Kraft. Die in diesem Abschnitt beschriebene, sogenannte „vertrauliche Geburt“ ermöglicht es schwangeren Personen, die sich in einer Notlage befindenden, ihre Schwangerschaft mit Hilfe einer Schwangerenberatungsstelle geheim zu halten.

Die Gründe der Entscheidung für eine vertraulichen Geburt sind sehr vielfältig. Häufig werden genannt: schwierig empfundene Lebensumstände wie Angst vor Überforderung, große finanzielle Sorgen, komplexe Beziehungsdynamiken, Suchtprobleme, psychische Erkrankungen oder Angst vor Gewalt. Ebenso wird die Ablehnung einer (erneuten) Schwangerschaft durch das soziale Umfeld befürchtet.

Diese Umstände können dazu führen, dass sich die schwangere Person ein Leben mit Kind nicht vorstellen kann. Daher erfolgt im Rahmen der vertraulichen Geburt, unter einem Pseudonym, eine medizinisch betreute Entbindung, häufig gepaart mit einer Adoptionsfreigabe. Die Besonderheit an der vertraulichen Geburt ist, dass das vertraulich entbundene Kind ab dem 16. Lebensjahr das Recht hat, die wahre Identität der Person zu erfahren, die es entbunden hat. Das Pseudonym wird durch die Fachkraft der vertraulichen Geburt der Schwangerenberatungsstelle und die schwangere Person gewählt und mit den Geburtsdaten des Kindes an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgraben (BAFzA) gesandt. In diesem Umschlag sind Pseudonym und wahrer Name der entbindenden Person enthalten.

Wie dieser kurze Einblick in die wichtigsten Aspekte rund um eine vertrauliche Geburt erahnen lässt, sind an einem reibungslosen Ablauf des Prozesses viele Akteur*innen beteiligt. Aktuell fand nun ein weiteres „Netzwerktreffen vertrauliche Geburt im Kreis Altenkirchen“ im Kulturhaus in Hamm mit den direkt involvierten Institutionen und Einrichtungen statt.  Die regionalen Schwangerenberatungsstellen (Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V. – Geschäftsstelle Betzdorf, Diakonisches Werk Altenkirchen und pro familia Beratungsstelle Hachenburg) sowie die Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes in Altenkirchen bereiteten das Treffen vor, zu dem Vertreter*innen des DRK Krankenhauses Kirchen, Hebammen, Frauenärzt*innen, Jugendämter, Standesämter, Familiengerichte und der Rettungsdienst geladen waren.

Neben einer Vertiefung der Verfahrensabläufe und gesetzlichen Grundlagen der vertraulichen Geburt sowie der sich meist anschließenden Adoptionsfreigabe erhielten die Anwesenden Einblick in eine Evaluationsstudie des InterVal-Instituts aus dem Jahr 2019. Hierbei wurden die am Prozess der vertraulichen Geburt beteiligten Akteur*innen zu ihren Erfahrungen befragt.  Danach wurden im Zeitraum der ersten vier Jahre des Gesetzes über 2.000 Personen zur vertraulichen Geburt beraten. Davon entschieden sich 22% für die vertrauliche Geburt, nachdem auch andere Hilfsangebote aufgezeigt worden waren. Die Zahl der vertraulichen Geburten stabilisierte sich im Verlauf der Jahre (ca. 110 für die gesamte Bundesrepublik pro Jahr). Mittlerweile fand eine neue Erhebung statt, die Ergebnisse wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

 

Bei Fragen und weiterem Informationsbedarf stehen die regionalen Schwangerenberatungsstellen (Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V. – Geschäftsstelle Betzdorf, Tel. 02741-9758919; Diakonisches Werk Altenkirchen, Tel: 02681 – 8249612; pro familia Beratungsstelle Hachenburg, Tel. 02662 – 945141) sowie die Adoptionsvermittlungsstelle (Tel. 02681/810) gerne zur Verfügung.

 

Für Schwangere in Konfliktsituationen gibt es deutschlandweit das kostenlose und barrierefreie 24-Stunden-Hilfetelefon mit mehrsprachiger Beratung unter 0800 – 4040020. Auch Angehörige, Ehrenamtliche oder Fachkräfte können sind an die Hotline wenden.

Sozialkürzungen verhindern

Vor dem Hintergrund drohender Kürzungen im Bundeshaushalt warnen die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege vor einer gefährlichen Abwärtsspirale, in der immer mehr Angebote der Sozialen Arbeit eingestellt werden müssten. Menschen in schwierigen Lebenssituationen und Notlagen zu helfen, wird für die Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege angesichts massiver Kostensteigerungen und sinkender Haushaltsmittel immer schwieriger. Die Spitzen von Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO), Deutschem Caritasverband (DCV), dem Paritätischen Gesamtverband, Deutschem Roten Kreuz (DRK), der Diakonie Deutschland und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) fordern eine Trendwende bei der Finanzierung der Sozialen Arbeit. Sie sehen bei weiteren Kürzungen den sozialen Frieden in Deutschland gefährdet.In den heute vorgelegten Ergebnissen der Umfrage zur finanziellen Lage der Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege wird ein teilweise pessimistisches Stimmungsbild von der Zukunft der Sozialen Arbeit in Deutschland deutlich.Dies sind die wichtigsten Ergebnisse: 
•    Knapp zwei Drittel der Einrichtungen und Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege mussten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten in den vergangenen beiden Jahren ihre Angebote einschränken oder ganz einstellen. 63,8 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Angebote und Leistungen einschränken mussten. Bei 14,7 Prozent der Befragten führte dies sogar dazu, dass Angebote und Leistungen gänzlich eingestellt werden mussten.•    Mehr als drei Viertel der Befragten rechnen damit, ihre Angebote auch 2025 weiter zurückfahren zu müssen. 75,6 Prozent der Befragten erwarten, dass sie 2025 weitere Angebote und Leistungen zurückfahren müssen. Dabei gaben 22 Prozent an, dass Angebote und Leistungen ganz wegfallen könnten.•    Mehr als 70 Prozent der Einrichtungen und Organisation befürchten, dass sich die Reduzierung der Angebote negativ auf demokratisches Engagement vor Ort auswirken wird. Vielfach sind die Einrichtungen und Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege in ihren Quartieren, Städten und Regionen Ankerpunkte für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. 70,5 Prozent der Befragten sind sich sicher oder befürchten, dass dieses Engagement durch den Wegfall ihrer Angebote und Leistungen ebenfalls zurückgehen wird.BAGFW-Präsident Michael Groß (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband): „Unsere Umfrage zeigt: Die Sparpolitik des Finanzministers ist eine ernste Bedrohung für die soziale Infrastruktur in unserem Land. Statt auf Kosten der Menschen und ihrer Zukunft zu sparen, muss die Bundesregierung umsteuern und in Zusammenhalt investieren!“

Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes (DCV): „Kitas und Sozialstationen, Schuldnerberatungsstellen und Familienzentren – mit diesen Angeboten spannt die Freie Wohlfahrtspflege im sozialen Nahraum ein Netz, das trägt. Es trägt Menschen, die von Schicksalsschlägen gebeutelt sind, die arm sind, krank oder einsam. Einsparungen in Stadt, Land und Bund reißen Löcher in dieses Netz. Da wo die Kürzungen digitale Angebote wie die Online-Beratung betreffen, werden neben der analogen Nachbarschaft auch virtuelle Begegnungsräume zerstört.“

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes: „Ungleichheit und Armut gefährden die Grundlagen sozialer und politischer Teilhabe. Das Abhängen ganzer Regionen und Stadtteile sowie die massenhafte Ausgrenzung von Menschen dürfen wir uns nicht länger leisten. Mit dem Bundeshaushalt 2025 muss die Bundesregierung ein Signal gegen Verdrossenheit und Resignation setzen – für soziale Rechte und gemeinnützige Angebote, für alle und vor Ort.“

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): „Eine starke Gesellschaft lebt von aktiven Bürgerinnen und Bürgern, die im Sinne des Gemeinwohls mitgestalten. Wenn soziale Angebote beispielsweise in der Alten-, Kinder- und Jugendhilfe wegfallen, fallen auch Orte des ehrenamtlichen Engagements und damit des gesellschaftlichen Zusammenhalts weg. Um dem Auseinanderdriften unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, muss dringend in den sozialen Sektor investiert und das Ehrenamt gestärkt werden. Schließlich ist das Ehrenamt das Rückgrat unserer Gesellschaft. Daran zu sparen wäre fatal.“

Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland: „Die Gestaltung des Bundeshaushalts wirkt sich auf das Vertrauen der Menschen in die Demokratie aus. Weitere Kürzungen bei sozialpolitischen Leistungen und bei der Förderung von Freiwilligem Engagement im Bundeshaushalt 2025 sind demokratiegefährdend und nicht akzeptabel. Wer stattdessen die soziale Arbeit in den Wohlfahrtsverbänden stärkt und in den Sozialstaat investiert, sichert die Demokratie und unterstützt konkret den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Abraham Lehrer, Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST): „Mit den Krisen der vergangenen Jahre haben die Bedarfe im Bereich Integration und Migration stark zugenommen. Die zivilgesellschaftlichen Beratungsstrukturen sind diesen Herausforderungen erfolgreich entgegengetreten.
Aus der Erfahrung der Integration jüdischer Kontingentflüchtlinge wissen wir: Die Unterstützung und Befähigung gesellschaftlicher Teilhabe ist eine Langzeitaufgabe und erfordert verlässliche Strukturen. Unzureichende Beratungsstrukturen können gesellschaftliche Spaltung bedeuten und antidemokratische Ressentiments befeuern.“

Die Freie Wohlfahrtspflege: Hilfe von Menschen für Menschen

In der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) e. V. arbeiten die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der sozialen Arbeit durch gemeinschaftliche Initiativen und sozialpolitische Aktivitäten. Die BAGFW unterhält eine Geschäftsstelle in Berlin, eine Vertretung in Brüssel sowie die Abteilung Wohlfahrtsmarken in Köln.

Quelle: diakonie.de

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